Symphonie der Großstadt

Eine poetische Aktion zum Tag der Poesie am 21. März und zum Indiebookday am 26. März.

Angelehnt an den Film Die Symphonie der Großstadt von Walter Ruttmann werden etwa 10 Poeten aus Berlin und anderen Städten ihren persönlichen Tag in der Großstadt am Frühlingsanfang festhalten, der internationale Tag der Poesie am 21. März, Montag! Nur dass ihr Aufnahmegerät ein Stift oder eine Schreibmaschine sein wird.

An diesem Tag werden sie schreiben. Und schreiben. Und ihre Texte den ganzen Tag auf diesem Blog: http://symphoniedergrossstadt.wordpress.com/ veröffentlichen. Eine poetische Blume, die sich öffnet, die in mannigfachen Texten erblühen wird, wachsend aus den Mauerritzen der Städte. Was wird herauskommen, wenn sich die Poeten die Freiheit erlauben, an diesem Tag zu schreiben, was ihnen einfällt, ohne eine Ausrede zu haben, warum sie es heute nicht können?

Ein Tag des Schreibens.

In der gleichen Woche, am 26. März, findet der Indiebookday statt, eine Initiative des mairisch Verlages: http://www.indiebookday.de/ , der den kleinen, unabhängigen Verlagen und ihren Publikationen gewidmet ist. Der Schmelzer & Krause Verlag, von dessen Mitbegründer Arne Schmelzer die Idee zu dieser Aktion stammt, wird an diesem Tag die schönsten Texte vom Tag der Poesie in Form selbstgemachter Minibücher in Kaugummiautomaten präsentieren.

Als Kooperationspartner konnten wir dafür den Buchladen Ocelot, https://www.facebook.com/ocelotberlin/?fref=ts  in der Brunnenstraße 181, Berlin gewinnen.Dort können die Minibücher erworben werden, es werden auch einige der Poeten anwesend sein, um kleine Ausschnitte vorzulesen. Damit ist der Frühling eingeläutet.

Leise zieht durch mein Gemüt … .

Der Tag des Schreibens

Ein Traum ragt aus dem Meer meiner Erinnerungen als ein fester Fels in der Brandung, der mir Halt gibt. Der Traum vom Schreiben. Ich sage nicht, dass es ein glücklicher Zustand war, der mir da begegnete. Es war ein Rausch, der mich befiel, der an meinen Kräften zerrte und mich nicht los ließ. Ich musste schreiben, so wie andere sagen würden: Ich muss jetzt tanzen oder flicken. Fieber, und das war Liebe. Gebähren, und es war Liebe. Und keiner sage, dass nicht auch die Geburt einer Liebe schmerzvoll sein kann. Es tat höllisch weh, wie sich die Wörter und Sätze aus meinem Körper pressten, durch die hauchdünnen Kapillaren das Blut pumpten, die Sehnen spannten, die Hand um den Stift klammerten. Schreib, Engelchen, schreib auf! Ich saß aufgelöst am violetten Strand, nicht weit von der Meerbrücke, wo mir der alte Mann den Stapel Papier vor die Beine warf. Schreib auf!